Homeoffice hat den Arbeitsweg und den Gang zum Besprechungsraum gestrichen — und damit viel beiläufige Bewegung, die das Sitzen früher unterbrach. Wenn Rücken und Nacken seit dem Wechsel schlechter sind, zeigt die Forschung zum Homeoffice auf zwei Dinge: improvisierte Arbeitsplätze und längeres Sitzen mit weniger Unterbrechungen als im Büro. []
Warum Remote-Arbeit dem Körper zusetzt
Muskel- und Gelenkbeschwerden sind das häufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem in der EU — rund drei von fünf Beschäftigten in Europa berichten davon — und Homeoffice erhöht die Belastung eher, statt sie zu senken: improvisierte Arbeitsplätze, längeres Sitzen und weniger Arbeitsunterbrechungen als im Büro. [, ]
In Deutschland sind diese Beschwerden die größte einzelne Diagnosegruppe bei den Fehltagen — rund ein Fünftel aller Arbeitsunfähigkeitstage, vor Atemwegs- und psychischen Erkrankungen. Und der Krankheitstag ist nur der sichtbare Teil: Der größere Teil des gesundheitsbedingten Produktivitätsverlusts entsteht beim Weiterarbeiten mit Beschwerden, nicht beim Zuhausebleiben. [, ]
Was den Schreibtisch zu Hause schlimmer macht
Ein Laptop auf dem Küchentisch setzt den Bildschirm weit unter Augenhöhe — und damit arbeiten Kopf, Nacken und Schultern stundenlang in ungünstigen Haltungen. []
Ein Sofa oder ein Bett ist ein improvisierter Arbeitsplatz, kein Schreibtisch — und improvisierte Arbeitsplätze zu Hause bringen den Körper stundenlang in nicht-neutrale Haltungen. []
Weniger Unterbrechungen: keine Kollegen, die vorbeischauen, kein Gang zum Meeting — du sitzt viel länger am Stück als im Büro. []
Eine realistische Homeoffice-Lösung
Den Bildschirm so erhöhen, dass die Oberkante auf oder knapp unter Augenhöhe liegt — ein Laptop-Ständer (oder ein Bücherstapel) plus eine externe Tastatur reicht dafür und kostet wenig. []
Einen Stuhl nutzen, der den unteren Rücken stützt; sich hineinlehnen statt nach vorn zu kauern.
Die Bewegungslosigkeit unterbrechen: kurz aufstehen oder sich bewegen — die Leitlinie für Bildschirmarbeitsplätze setzt alle 20 Minuten eine Mikropause an. Kurze, regelmäßige Pausen können Beschwerden lindern — ein Nachteil für die Leistung hat sich in den Studien nicht gezeigt. [, ] — Was du in einer Mikropause tust
Den Kreis mit einer Erinnerung schließen — allein zu Hause ist niemand sonst im Raum, dem auffällt, dass du ins Krummsitzen gerutscht bist.
Allein zu Hause bemerkt nichts im Raum, wenn du ins Krummsitzen rutschst. Dass du es auch selbst nicht bemerkst, ist unsere Annahme und kein Ergebnis der oben zitierten Quellen — und genau dafür ist UpSensei entworfen: Rückmeldung im Moment, mit der vorhandenen Webcam, deren Bild dein Gerät nie verlässt.